06.07.2020

So wie viele Teile des öffentlichen Lebens wurden in diesem Jahr auch die Planungen zur Generalversammlung der BürgerEnergie Bachgau eG von der Corona-Pandemie überschattet. Aus Rücksichtnahme auf die Gesundheit unserer Mitglieder und aufgrund der Planungsunsicherheiten einigten sich die Vorstände und Aufsichtsräte der Genossenschaft auf ein absolutes Novum. Die ordentliche Generalversammlung wurde im schriftlichen Umlaufverfahren, wie es dieses Jahr gesetzlich erlaubt ist, abgehalten. So erhielten alle Genossen Anfang Juni die entsprechende Erläuterung sowie die benötigten Abstimmungsunterlagen auf dem Postweg zugestellt.

 

Bereits im Vorfeld lag der Jahresbericht der BürgerEnergie Bachgau eG auf der Homepage zur Einsicht bereit. Aus diesem geht hervor dass die Genossenschaft auf ein solides Geschäftsjahr zurück blickt, durch das neue BHKW im Freibad Großostheim konnte der Umsatz signifikant gesteigert werden. Die Mitgliederzahl der Energiegenossenschaft sank leicht auf 253 Mitglieder.

 

Die regulären Einnahmen der BürgerEnergie Bachgau eG konnten, vor allem durch das neu installierte BHKW, im Geschäftsjahr 2019 auf rund 65.000,- Euro verdoppelt werden. Demgegenüber stehen natürlich auch deutlich gestiegene Abschreibungen auf die Anlagen der Genossenschaft. Dennoch kann für 2019 ein deutlich gestiegener Jahresüberschuss in Höhe von rund 18.000,- Euro vermeldet werden, was eine Dividendenausschüttung an die Mitglieder möglich erscheinen lässt.

 

Die Genossenschaft steht auch weiterhin finanziell auf soliden Beinen, die Corona-Krise beeinträchtigt die Geschäftstätigkeit in keinster Weise. In den kommenden Jahren wird sich der Unternehmensgewinn voraussichtlich auf ähnlichem Niveau einpendeln, bis neue Geschäftsfelder oder Investitionen aufgetan werden können. Zum möglicherweise geplanten Windpark im Wörther Stadtwald sind noch keine Neuigkeiten zu berichten, momentan läuft immer noch die Gutachtenphase.

 

Vorgeschlagen wurde den Mitgliedern der BürgerEnergie Bachgau eG, als eine von drei Beschlussvorlagen, die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 8% des eingezahlten Kapitals. Diese recht hohe Dividende begründet sich auf der Absicht des Vorstandes und des Aufsichtsrates die Ausschüttungssequenz zu reduzieren um den Verwaltungsaufwand etwas zu reduzieren. Deutlich einfacher ist es alle zwei bis drei Jahre eine etwas höhere Ausschüttung zu tätigen als jährlich Kleinbeträge zu überweisen.

 

Bis zum 28.06. konnten die Genossen nun über die vorgelegten Beschlussvorlagen abstimmen. Aus den 190 fristgerecht eingegangenen Rückmeldungen ergab sich für Vorstände und Aufsichtsräte der BürgerEnergie Bachgau eG ein eindeutiges Stimmungsbild.

 

Mit großer Mehrheit angenommen wurde der Vorschlag des Vorstandes die Überschussbeteiligung in Höhe von 8% des eingezahlten Kapitals an die Mitglieder auszuschütten. Diese Entscheidung wird nun umgesetzt, bis Ende September / Anfang Oktober soll der Geldfluss erfolgen. Ebenfalls mit großer Mehrheit wurde dem Vorstand und Aufsichtsrat die Entlastung für das Geschäftsjahr 2019 erteilt.

 

Die Abstimmungsergebnisse der Generalversammlung 2020 der BürgerEnergie Bachgau eG im schriftlichen Umlaufverfahren im Detail:

Fristgerecht eingegangene Abstimmungsunterlagen: 190

Davon gültig: 189

Davon ungültig: 1

Abstimmungsergebnisse zu den einzelnen Beschlussfassungspunkten:

 

Beschlussvorschlag 1 zur Verwendung des Jahresüberschusses 2019:

Für den Vorschlag: 178 Stimmen

Gegen den Vorschlag: 10 Stimmen

Enthaltung: 1 Stimme

 

Beschlussvorschlag 2 zur Entlastung des Vorstandes:

Für den Vorschlag: 182 Stimmen

Gegen den Vorschlag: 0 Stimmen

Enthaltung: 7 Stimmen

 

Beschlussvorschlag 3 zur Entlastung des Aufsichtsrates:

Für den Vorschlag: 180 Stimmen

Gegen den Vorschlag: 0 Stimmen

Enthaltung: 9 Stimmen

Die Abstimmungsunterlagen wurden am 01.07.2020 im Beisein der Vorstandschaft und Aufsichtsräte ausgezählt, die Ergebnisse überprüft und mit Beschluss dieser Gremien angenommen.

Alle Wahlen zu Positionen in Vorstand und Aufsichtsrat sind aufgrund der Pandemie-Sonderregelungen um ein Jahr vertagt.

 

Thomas Böhrer

Vorstandsvorsitzender

BürgerEnergie Bachgau eG

20.05.2020

Das Jahr 2020 steht bisher für ein unerwartetes und noch nicht dagewesenes Ereignis, welches das soziale, kulturelle, gesellschaftliche und geschäftliche Leben teilweise komplett zum Erliegen brachte, die Corona-Pandemie.

Zum Schutze der Gesundheit aller Beteiligten haben Vorstand und Aufsichtsrat der BürgerEnergie Bachgau eG daher beschlossen, die Generalversammlung in diesem Jahr im schriftlichen Umlaufverfahren durchzuführen, so wie es nach

Artikel 2, § 3 des Gesetzes zur Abmilderung der Folgen der COVID-19_PANDEMIE im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht vom 27. März 2020

möglich ist.

Vorstand und Aufsichtsrat haben somit in gemeinsamer Sitzung am 29.04.2020 auch den Jahresabschluss festgestellt. Weiterhin bleiben alle Vorstände und Aufsichtsräte unverändert bis zur nächsten physischen Generalversammlung im Jahre 2021 in ihrem jeweiligen Amt.


Im Laufe des Junis 2020 werden unseren Genossen alle benötigen Unterlagen für die Generalversammlung im Umlaufverfahren zugehen, der Jahresbericht 2019 der Genossenschaft ist bereits jetzt über unsere Homepage einzusehen.


Wir vertrauen auf Ihr Verständnis für diese ungewöhnliche Maßnahme in diesen außergewöhnlichen Zeiten.

29.05.2019

Rund 60 Mitglieder und Besucher kamen am Mittwoch, den 15.05.2019 zur Hauptversammlung der BürgerEnergie Bachgau eG in das Pfarrheim am Dellweg in Großostheim.

Wie Vorstand Thomas Böhrer ausführte blickt die Genossenschaft auf ein solides Geschäftsjahr zurück, geprägt durch die Neuinvestition in das Blockheizkraftwerk im Technikraum des Großostheimer Freibades. Die Mitgliederzahl der Energiegenossenschaft stieg leicht auf 258 Mitglieder an.

Beim Resümee des abgelaufenen Geschäftsjahres schaute Thomas Böhrer kurz auf die Umsetzungsphase des letztjährigen Projektes der BürgerEnergie Bachgau eG zurück. Von vorneherein war klar dass die Neuinstallation des BHKWs mit 50kW elektrischer Leistung und bis zu 100kW thermischer Leistung in das bestehende Heizungsnetz kein Kinderspiel sein würde. So dauerte auch die Planungsphase mehrere Monate bis alle benötigten Parametern berechnet waren. Ebenso war die Anlieferung mit dem Schwerlastkran und die Anbindung an das bestehende System mit enormem Aufwand verbunden. So brauchte es nochmals knapp 3 Monate bis die Einbindung abgeschlossen war und das BHKW voll in Betrieb gehen konnte. Letztendlich wurde die Installation im Dezember 2018 zur Zufriedenheit abgeschlossen, auch dank der guten Zusammenarbeit des technischen Leiters Reinhold Dier mit den verantwortlichen Stellen.

Durch diese Investition ist ein weiterer großer Schritt getan um die Energiegenossenschaft finanziell gut aufzustellen. Wie Thomas Böhrer ausführte belaste die neue Anlage und die späte Fertigstellung zwar das Geschäftsergebnis des Jahres 2018, doch werde sich dies 2019 stabilisieren und dann konstante Einnahmen der Genossenschaft zuführen.

Zum möglicherweise geplanten Windpark im Wörther Stadtwald konnten keine Neuigkeiten berichtet werden, momentan läuft immer noch Gutachtenphase.

Finanzvorstand Georg Vöhringer bekräftigte dass die Genossenschaft weiterhin finanziell auf soliden Beinen steht.

Der Unternehmensumsatz stieg marginal auf knapp 32.000,-Euro, daraus resultierte ein kleiner Jahresüberschuss von rund 500,- Euro. Dies begründet sich durch die Investition und die späte Fertigstellung des neuen BHKWs sowie aus vorsorglichen Rückstellungen für anstehende Steuernachzahlungen. In den kommenden Jahren wird sich der Unternehmensgewinn voraussichtlich auf deutlich höherem Niveau als in den Vorjahren einpendeln.

Von den anwesenden Mitgliedern wurde der vorgestellte Jahresabschluss abgesegnet, der Überschuss fließt in die gesetzliche Rücklage.

Vorstand Andreas Lieb stellte in seiner Ansprache die zur Zeit laufenden Anlagen mit bisher erwirtschafteten Ertrag vor und errechnete den dadurch vermiedenen Ausstoß an CO2. Dies verdeutlichte dass selbst kleine regionale Projekte einen deutlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten können.

Weiterhin stellte er die technischen Details des neuen Blockheizkraftwerkes im Nahwärmeverbund Welzbachhalle vor, welches mit einer Leistung von ca. 50kW elektrisch und bis zu 100kW Wärmeabgabe deutlich größere Dimensionen einnimmt als das bisher bestehende BHKW im Hallenbad der Grundschule.

Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat wurden die beiden Aufsichtsratsmitglieder Martina Rollmann und Jürgen Fischer in Ihrem Amt bestätigt. Auf eigenen Wunsch schieden Bertram Peter und Reinhold Dier aus dem Gremium des Aufsichtsrates aus. Genossenschaftsvorsitzender Thomas Böhrer bedankte sich bei beiden für die langjährige Mitarbeit zum Wohle der Energiegenossenschaft. Besonders Reinhold Dier war mit seinem Fachwissen bei Neuprojekten unersetzlich, darum betonte Thomas Böhrer auch die Hoffnung auf weitergehende Unterstützung bei technischen Fragen.

Für die vakanten Stellen wurden Gerhard Fecher und Jürgen Kunkel als neue Aufsichtsräte gewählt.

Die drei Vorstände, Thomas Böhrer, Georg Vöhringer und Andreas Lieb, wurden bei den satzungsgemäßen Vorstandsneuwahlen mit großer Mehrheit in ihrem Amt bestätigt.

18.05.2018

Knapp 50 Mitglieder und Besucher kamen am Mittwoch, 16.05. zur Hauptversammlung der BürgerEnergie Bachgau eG in das Pfarrheim am Dellweg in Großostheim.

Bild 1 GV 2018

Wie Vorstand Thomas Böhrer ausführte blickt die Genossenschaft auf ein ruhiges und solides Geschäftsjahr zurück. Die Mitgliederzahl sank leicht auf 256 Mitglieder, Unternehmensumsatz und -gewinn sind durch langfristige Verträge gesichert.

Beim Jahresrückblick betonte Thomas Böhrer das verantwortliche Handeln und die Umsetzung der Unternehmensphilosophie von Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft. „Wir möchten nur in Projekte investieren, die unseren Unternehmenszielen entsprechen und auch wirtschaftlich tragfähig sind“. Dies habe eben zur Folge, dass auch auf manche mögliche Investitionen verzichtet wurde. Auch das Jahr 2017 war geprägt durch vielfältige Sondierungs- und Verhandlungsrunden mit verschiedenen Gesprächspartnern.

Besonders positiv ist der nun erfolgte Vertragsabschluß mit der Gemeinde zur Installation eines neuen Blockheizkraftwerkes in den Nahwärmeverbund rund um die Großostheimer Welzbachhalle. Für rund 170.000,- Euro wird hier ein neues BHKW errichtet, welches die bestehende Hackschnitzelheizung unterstützen und so für Wärmezufuhr zum Freibad und in die neue Turnhalle sorgen soll. Durch diese Investition ist ein weiterer großer Schritt getan, um die Energiegenossenschaft auf finanziell solide Füße zu stellen.

Bei dem Ringen um die Beteiligung an den Großostheimer Energienetzen waren letztendlich die bürokratischen Hürden zu hoch. Um eine gesetzlich vorgeschriebene Ausschreibung zu vermeiden wird sich nun alleine die Marktgemeinde Großostheim als Gesellschafter mit EON an den Großostheimer Netzen beteiligen. Doch auch in dieser Konstellation ist das strategische Ziel vorerst erreicht und bei möglichen Neuverhandlungen in einigen Jahren sitzt die BürgerEnergie Bachgau eG sicher wieder mit am Tisch.

Zum geplanten Windpark im Wörther Stadtwald konnte berichtet werden, dass sich die Planungen momentan in der Gutachtenphase befinden. Nach Vorliegen aller benötigter Gutachten Ende 2018 / Anfang 2019 können Verhandlungen über eine mögliche Beteiligung geführt werden.

Finanzvorstand Georg Vöhringer bekräftigte, dass die Genossenschaft weiterhin finanziell auf grundsoliden Beinen steht. Der Unternehmensumsatz stieg marginal auf gut 30.000,-Euro, daraus resultierte ein Jahresüberschuss von rund 10.500,- Euro. Von den anwesenden Mitgliedern wurde der vorgestellte Jahresabschluss abgesegnet, der Überschuss fließt teils in die gesetzliche Rücklage, teils in die Gewinnrücklage.

Auf die angesprochene und mögliche Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 4% wird in diesem Jahr noch verzichtet, das Kapital solle lieber in das neue Blockheizkraftwerk mit einfließen. Dies wurde, nach einigen Diskussionsbeiträgen, so von der Generalversammlung mehrheitlich beschlossen.

Vorstand Andreas Lieb stellte in seiner Ansprache die zur Zeit laufenden Anlagen mit bisher erwirtschafteten Ertrag vor und errechnete den dadurch vermiedenen Ausstoß an CO2. Dies verdeutlichte, dass selbst kleine regionale Projekte einen deutlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten können.

Weiterhin stellte er die technischen Details des neuen Blockheizkraftwerkes im Nahwärmeverbund Welzbachhalle vor, welches mit einer Leistung von ca. 50kW elektrisch und ca. 80kW Wärmeabgabe deutlich größere Dimensionen einnimmt als das bisher bestehende BHKW im Hallenbad der Grundschule.

Bei den abschließenden Wahlen zum Aufsichtsrat wurden die drei Aufsichtsratsmitglieder Rudolf Welzbacher, Pim Hamminga und Dr. Thomas Bechtloff einstimmig in Ihrem Amt bestätigt.